Terra Australis
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Archive for November, 2008

27
Nov

Ayers Rock, Kata Tjuta & Kings Canyon

Posted in Travel  by elke on November 27th, 2008

Nachdem wir mit dem Zug “The Ghan” von Darwin in Alice Springs ankamen hatten wir ein paar Tage uns zu entspannen und die Stadt zu erkunden. Danach ging es aber schon auf die nächste Tour. Unsere Reise zum wohl berühmtesten Stein der Welt und Wahrzeichen Australiens, dem Ayers Rock, oder wie er in der Sprache der Ureinwohner heisst und mittlerweile auch offiziell wieder genannt wird “Uluru”.

Unsere Tour ging morgens um 6 Uhr von Alice Springs los und führte uns über den Stuart Highway zum “Uluru-Kata Tjuta Nationalpark”. Die Gruppe war bunt zusammen gemischt aus einem japanischen Rentnerpärchen, einem taiwanesischen, einem englischen und einem amerikanischen Pärchen, sowie einem Niederländer und noch drei anderen Deutschen. Dann hieß es erstmal fast 500km im Bus sitzen und sich gegenseitig kennen lernen.

Nach mehreren Stunden kamen wir endlich an unserem ersten Ziel an, dem Uluru. Er ist ungefähr 3,6 km lang und 350m hoch. Nach einem ausgiebigen Mittagessen machten wir uns auf den Weg den Uluru zu Fuß zu umrunden (oder zumindestens den Halben). Dies erwies sich bei 36C als ziemlich schweißtreibende Angelegenheit. So war es dann auch nicht überraschend, das die Besteigung des Uluru an diesem Tag wegen den Temperaturen nicht erlaubt war. Jedoch hatten wir dies sowieso nicht vor, da es ein Heiliger Ort für die Aborigines ist und es wie es unser Reiseführer so schön beschrieb, der Besteigung des Altars in der Notre-Damm-Kathedrale oder einem Spaziergang durch eine Moschee während des Gebets gleich käme. So schlenderten wir um den riesigen Felsen herum und und machten viele Fotos. Dann hieß es auch schon wieder in den Bus einzuateigen, damit wir noch rechtzeitig vorm Anfang des Sonnenuntergangs am dafür errichteten Aussichtspunkt ankamen. Und schon ging ein herrliches Farbenspiel los, da der Uluru während der untergehenden Sonne ein Farbenspektrum von leuchtendem rot über orange zu braun und schließlich schwarz annimmt. (Adrian hat wie üblich schöne Bilder geschossen)
Danach fuhren wir zu unserem Nachtlager, wo wir in Biwag Säcken unter freiem Himmel schlafen würden. Zunächst aber überraschte uns unser Reiseführer mit einem Känguru Schwanz, den er zusätzlich zu unserem anderen Abendessen zubereitete.
Dann hieß es auch schon schlafen zu gehen, da wir am darauffolgenden Morgen noch vor Sonnenaufgang aufstehen mussten um den Uluru bei Sonnenaufgang betrachten zu können.
Die Aussichtsplattform für den Sonnenaufgang zeigte uns neben einem Uluru in einem herrlichen Farbenschauspiel, auch die Olgas in den verschiedensten Farben. Anschließend gab es ein kurzes Frühstück und dann hieß es auch schon, wieder in den Bus einsteigen und die ungefähr 30km zu den Olgas zu fahren. Die Olgas oder auch “Berg der vielen Köpfe” sind eine beeindruckende Sammlung von runden Monolithen, die höchste Kuppel davon heißt Mt. Olga und ist 546m hoch. Da er für die dortigen Aborigines von höchster Bedeutung ist, dürfen wir auch diese nicht besteigen. Dafür gibt es aber einen wunderbaren Wanderweg mit dem klingenden Namen “Valley of the Winds” (Tal des Windes), dieser schlängelt sich durch schöne Schluchten und belohnt mit Aussichten auf surreale Felsblöcke und eine herrliche naturbelassene Landschaft.
Dann ging es auch schon wieder weiter zum Ayers Rock Resort in dem wir einkaufen konnten. Das Resort ist ein kleines Dorf in einer der ungastlichsten Regionen der Welt und doch fühlt man sich in eine ganz andere Gegend versetzt mit Shopping Center, Souvenierläden und Cafés. Anschließend fuhren wir zu unserem heutigen Nachtlager, welches bereits Richtung Kings Canyon lag, wo es für uns morgen hin gehen sollte.

Das Nachtlager war eine freudige Überraschung. Es lag mitten in der Einöde einer schönen Landschaft und hatte dennoch alles was man baucht. So hatten wir dank eines Brunnens fließendes Wasser und sogar eine Klospülung. Auch beim heutigen Abendessen konnte man wieder einen Känguru Schlanz probieren und die Jungs waren hellauf begeistert den Schwanz zuzubereiten und zu essen. Für uns andere gab es eine bunte Gemüsepfanne. Und schon wieder hieß es sich für die Nacht vorzubereiten um am nächsten morgen wieder früh aufstehen zu können. Man mag denken, das so eine Nacht in der Wildnis im Vergleich zu Städten leiser wäre, jedoch weit gefehlt. So viel Geräusche und vor allem auch unterschiedliche hab ich selten zuvor gehört. Da waren die Vögel am nächsten Morgen als Wecker auch nicht mehr verwunderlich.
Am letzten Tag ging es nun zum Kings Canyon (Watarraka). Der Kings Canyon hat bis zu 100m hohe Steilwände. Wir sind den 6km langen Kings Canyon Rim Walk gelaufen und hatten gleich zu Beginn einen fast 100m steilen Aufstieg, der zum größten Teil aus naturbelassenen Treppen und Felsen bestand. Oben angekommen wurden wir mit einem herrlichen Ausblick belohnt worden. Der Weg führte hier am Rand des Canyons entlang, bis hinein in den “Garten of Eden”. Am Ende der fantastischen Schlucht gab es einen Felsenpool mit prähistorischen Palmenfarmen. Dann ging es auch schon weiter durch einen Irrgarten aus gigantischen Sandsteinkuppeln, wobei man aufpassen musste nicht vom Wind weg geweht zu werden, da die Klippen nicht umzäunt sind. Schon ging es wieder an Abstieg und der Parkplatz kam in Sicht. Dort gab es erstmal eine Stärkung, bevor wir uns auf den Rückweg machen mussten. Die Heimfahrt wurde ziemlich holprig, da es nun hieß befestigte Straßen zu meiden und dafür die unbefestigten Straßen durchs Outback zu nutzen. Diesem Umstand verdankten wir viele holprige Stunden und einmalige Bilder dieser Landschaft. So konnten wir freilebende Kamele, Eidechsen und vieles mehr beobachten.

Zurück in Alice Springs verabredeten wir uns alle in Bo’s Saloon, einer netten Bar wieder zu treffen. Aber erstmal hieß es ausgiebig zu Duschen :)

10
Nov

Kakadu National Park

Posted in Travel  by elke on November 10th, 2008

Der Nationalpark hat eine Größe von rund 200km x 100km und gehört wegen seiner seltenen Pflanzen- und Tierwelt zum Weltnaturerbe und wegen seiner kulturellen Bedeutung auch zum Weltkulturerbe. Er liegt über 150km östlich von Darwin.

Wegen der nahenden Regenzeit, die im Oktober/November anfängt, haben wir uns beeilt um noch davor hierher zu kommen. Da es während der Regenzeit leider unmöglich ist an die berühmten Wasserfälle JimJimFalls, TwinFalls oder in andere Gebiete des herrlichen Parks zu fahren. In dieser Zeit können die Straßen bis zu 3m tief unter Wasser stehen.

Morgens um 6 Uhr holte Genda, unser Tourführer für die nächsten 3 Tage, uns vor unserem Hostel ab und wir konnten die anderen Teilnehmer „beschnuppern“. Die Gruppe bestand aus einem Engländer (Tom), einem Waliser (James), einem Koreaner (Oswald), einer Deutschen (Jana), einer Schweizerin (Gabriella) und uns beiden. Für den Morgen stand als erstes eine Bootstour auf den Adelade River auf dem Programm, dort konnten wir Salzwasserkrokodile aus der nähe bestaunen. Dafür hat Genda die Krokodile mit Fleischhappen an langen Stöcken angelockt und uns dann vorgeführt wie hoch die Tiere springen können. (auf ein paar Bildern von Adrian sieht man die Vorderbeine!). Danach ging es weiter zum Kakadu National Park, im Park selbst war unser erster Stopp der Maguk (Barramundi Gorge). Dort konnten wir uns nach einem anstrengenden „Spaziergang“ in den Wasserbecken der Schlucht erfrischen und gemütlich planschen oder auch von erhöhten Felsen in die tieferen Becken springen. Anschließend gab es das lang ersehnte Mittagessen mit leckeren Sandwiches. Dann hieß es auch schon wieder aufbrechen, da wir noch eine ziemlich lange Strecke vor uns hatten, bevor wir unser erstes Nachtlager erreichten. Für das abendliche Lagerfeuer hielt Gendar irgendwann an der Straße und lies uns auf dem Boden liegendes und trockenes Feuerholz sammeln. Unser Campingplatz konnte sich gut sehen lassen und war sogar mit dem Luxus von richtigen Duschen und Toiletten ausgestattet, was wie wir am nächsten Tag noch erfahren sollten nicht immer der Fall war. Für die erste Nacht genossen wir es aber erstmal den ganzen roten Sand von unserem Körper und aus unseren Haaren heraus waschen zu können (bei den Klamotten war vermutlich schon alles zu Spät). Anschließend gab es leckere Wraps mit echtem Kangoroo Hackfleisch, welches über dem Lagerfeuer zubereitet wurde. Danach zauberte der Besitzer des Campingplatzes noch einen leckeren Schokoladenkuchen für uns, der komplett in der Glut des Lagerfeuers gebacken wurde. Es war eine richtige Ehre, denn wir waren die einzige Gruppe, die dies an diesem Abend bekam. Und dann hieß es auch schon „Gute Nacht“, da wir am nächsten Morgen um 5Uhr aufstehen mussten um noch vor der Sonne und Hitze den Gipfel des TwinFalls Wasserfalls zu besteigen.

Wenn ich an die Besteigung des TwinFalls denke, dann kann ich eigentlich nur noch an Schmerzen, Hitze und losen, rutschigen Untergrund denken. Für diese „Qualen“ wurde man aber auch mit einer umwerfenden Aussicht über das Flußbett des Wasserfalls und Teile des Kakadu National Parks, bis hin zum Arnhem Land belohnt. Nach einem halben Abstieg hieß es dann auch wieder schwimmen gehen im Becken des TwinFalls. In solchen Augenblicken kann man sich einfach nichts schöneres vorstellen, als seine Klamotten und Wanderschuhe auszuziehen und ins erfrischende und vor allem kühle Nass zu springen und den Kopf unterzutauchen. Vor dem endgültigen Abstieg hieß es dann auch wieder eine kleine Stärkung zu sich zu nehmen und immer genug zu trinken. Adrian und ich haben es geschafft allein während Auf- und Abstieg unsere zwei 1.5l Flaschen + seine 2l Wasserblase zu leeren, womit wir uns zu den glücklichen zählen konnten, da die anderen nur ihre 1.5l Flaschen dabei hatten. Für den Nachmittag hatte sich Gendar eine weitere „Gemeinheit“ für uns ausgesucht, der Weg zu den JimJimFalls bestand streckenweise nur aus bis zu mannshohen Felsen, die überwunden werden mussten. Aber auch das war gut machbar und so konnten wir an diesem Nachmittag auch noch im Becken des JimJimFalls baden und die hohen Felswände bestaunen, über die in der Regenzeit das Wasser schießt. Ein-zwei Stunden später hieß es dann leider auch schon wieder dass wir aufbrechen mussten, da wir unser heutiges Nachtlager noch vor Sonnenuntergang erreichen sollten. Dazu muss ich kurz anmerken, dass die Dämmerung zu der Jahreszeit schon um 17Uhr einsetzt. So hieß es also wieder den ganzen Weg durch das ausgetrocknete Flussbett / über die Steine zurück zum Parkplatz und eine weitere herrliche Stunde fahrt auf den Straßen (was ich in Deutschland als bessere Feldwege bezeichnen würde).
Im neuen Nachtlager angekommen stellten wir erstmal wieder unsere Zelte auf und stellten dann fest, dass die ganzen Sanitären Anlagen aus einem Plumsklo bestanden, tja, ein ganz schöner Unterschied zum Tag davor, aber auch machbar. Heute Abend zauberte Gendar uns gekochtes Huhn über dem Feuer, sowie viel Gemüse und selbst gemachten Kartoffelbrei. Was wir nach diesem langen Tag nur so verschlangen :)

Der letzte Tag begann etwas später und verschonte uns von weiteren sportlichen Höchstleistungen. Was aber auch ganz gut war, da einige von uns höllischen Muskelkater hatten und nicht noch so einen Tag wie gestern geschafft hätten. Heute stand Kultur auf dem Programm. Endlich sollten wir etwas mehr von den Aboriginis und deren Leben mitbekomen. Dafür fuhren wir zum Nourlangie Rock, wo wir von Gendar die Höhlenzeichnungen erklärt bekamen, die er als Kind von seinen Grosseltern gezeigt und zusammen mit den Geschichten und Regeln erzählt bekommen hatte. Was die Tour nur noch wertvoller für uns gemacht hat, da wir dies niemals ohne einen so guten Führer erfahren hätten. Auch stellten wir dabei überrascht fest, dass die Touristentafeln vor den Bildern zum einen die Bilder nicht richtig darstellte und zum anderen gar nicht beschrieb was damit dargestellt werden sollte. So aber haben wir einen kleinen aber interessanten Einblick in das Miteinander der Aboriginis bekommen.
Nach dem Mittagessen hieß es dann auch schon, dass wir aufbrechnen mussten um gegen 18Uhr wieder in Darwin zu sein.

Zurück in Darwin wollten wir uns noch gar nicht so ganz von der Gruppe trennen und so verabredeten wir uns für den Abend in einer netten Kneipe, die Gendar und empfahl.
Davor hing es aber erst mal für eine Ewigkeit unter die Dusche :)

(http://www.kakadu4wdsafaris.com.au)

2
Nov

Darwin

Posted in Travel  by elke on November 2nd, 2008

Nach unserer “kleinen” 33 stündigen Spritztour durchs halbeOutback (mit Aufenthalt in Mount Isa und Katherine) sind wir nun in Darwin angekommen. Dawin ist eine recht moderneStadt, was unter anderem daher kommt, dass sie in den70ern von einem Wirbelsturm komplett verwüstet und danach neu aufgebaut werden musste.

Die erste Nacht verbrachten wir im Geckos Hostel. Eigentlich ein ganz nettes Hostel, wenn es nicht nur drei Toiletten für über dreißig Leute gehabt hätte, wovon eine sogar „Out of order“ (außer Betrieb) war. Daher sind wir am nächsten Tag in ein anderes Hostel gezogen, welches praktischer weise auch näher im Stadtzentrum lag. Dort machten wir dafür die Erfahrung, was andere Leute mit der Klimaanlage anstellen können, wenn es ihnen draußen zu warm ist, sie stellen sie auf 18°C und können dabei noch nur mit einem Bettlaken zugedeckt schlafen *brrr* Adrian und ich konnten es jeden falls nur eng umschlungen und haben am nächsten Tag die Anlage auch wieder höher gedreht, da es nicht zum aushalten war.
Tagsüber machten wir die Stadt unsicher und Adrian begab sich auf die Suche nach einem neuen Musikinstrument, einem Didgeridoo. Seit wir nämlich von der Ostküste weg sind ist er auf der Suche nach einem und hat schon die verschiedensten ausprobiert und die Klänge getestet. Es ist nämlich so, dass es der Grundton, der aus dem Didgeridoo herauskommt von der Länge und Größe der Innendurchmesser des Didgeridoos abhängig ist. Ich bin gespannt, wann er sich eins kaufen wird und wie lange ich sein üben aushalte :-)