Terra Australis
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Archive for the ‘Travel’ Category

7
Dez

Unsere Reise mit einem Campervan von Alice Springs nach Perth

Posted in Travel  by elke on Dezember 7th, 2008

Bereits vor der Uluru Tour kamen wir auf den Gedanken uns einen Campervan für die Strecke Richtung Süden zu mieten. Die günstigste Möglichkeit ist ein „Relocater“, also ein Auto, dass an seinen Ursprungsort zurückgefahren werden muss. Das einzige Auto, was in diesem Zeitraum erhältlich war musste nach Perth gebracht werden und so entschieden wir uns nun auch die Westküste zu bereisen und mit dem Camervan innerhalb von 8 Tagen von Alice Srings nach Perth zu fahren, was um die 3700km sind.

Unser erster Tag brachte uns bis nach Cooper Pedy. Es ist weltweit das Hauptabbaugebiet für Opale und demensprechend „löchrig“ sieht sie auch aus. Man muss sich eine unwirklich heiße und trockene Gegend in der Wüste vorstellen, die einem Schweizer Käse in puncto Lochabstand ähnelt, da die ganze Gegend mit ein- und Ausgängen von Minenschächten übersät ist, die in den letzten 90 Jahren entstanden sind, seit es hier zum ersten mal hieß, dass es in Cooper Pedy Gold, bzw. Edelsteine zu finden gäbe.
Wir fanden sogar einen Zeitungsausschnitt auf unserem Campingplatz, der die Stadt mit der Kraterlandschaft des Mars vergleicht.
Wir “durften” hier sogar zwei Tage verbringen, da am ersten Morgen das Auto nicht mehr anspringen wollte und wir nach einigem hin und her gesagt bekamen, dass unsere Batterie bis auf 2 Volt unten wäre, was selbst der Mechaniker noch nie gesehen hatte! Dann ging es erst mal los, das die Autovermietungsfirma der Reparatur zustimmen musste und den ganzen Papierkram erledigen, bevor überhaupt angefangen werden konnte mit dem Ausbau der Batterie und der Suche nach einer neuen, passenden, die nicht erst in diese einsame Gegend transportiert werden musste. Ansonsten hätten wir da noch ein paar Tage länger fest gesäßen. Zu unserem Glück hatte eine der Tankstellen noch eine, so dass unser Auto gegen zwei Uhr endlich repariert werden konnte. War natürlich viel zu spät um noch die 800km zur nächsten Stadt (Port Augusta) zu fahren. Dafür fuhren wir am nächsten Morgen bereits um 6Uhr los. Es war eine lange Fahrt und wir kamen gut voran, so dass wir bereits am Nachmittag in Port Augusta waren. Daher überlegten wir uns noch etwas weiter zu fahren um endlich wieder am Meer übernachten zu können. So ging es weiter nach Streaky Bay, einem netten kleinen Städtchen am Meer. Den nächsten Tag haben wir gemütlicher angehen lassen und erst einmal ein bisschen die Landschaft genossen. Danach ging es durch die Nullabor einen öden Gebiet, in dem kein einziger Baum wächst. Unser heutiges Tagesziel war der Ort “Border Village”, wobei man es nicht einmal Ort nennen, eher ein Grenzübergang von South Australia nach Western Australia inklusive einem Roadhouse (Tankstelle + Hotel + Kiosk). Hier suchten wir uns einen netten Stellplatz an den Klippen und genossen den Sonnenuntergang. Auch aßen wir noch alles an Obst und Gemüse, da dies an der Grenze weggeschmissen werden muss (Karantänevorschriften).
Mittlerweile ist es kälter geworden, so dass wir das erste mal seit Wochen wieder lange Hosen und geschlossene Schuhe anziehen mussten. Daher machten wir uns wieder früh morgens auf den Weg Richtung Esperance. Dabei kamen wir durch Gegenden in denen es ein Ereignis war, wenn die Straße eine Kurve machte. So hatten wir einen Straßenabschnitt von 146km, der vermutlich mit dem Lineal gezogen wurde. Aber auch die anderen Straßenabschnitte waren nicht kurvenreicher. So freuten wir uns regelrecht, als wir endlich wieder in bewohntes Gebiet kamen und mehr als nur eine Straße zur Auswahl hatten.

Esperance ist ein veschlafenes Städtchen an der unberührten Küste des Recherche Archipelago. Laut unserem Reiseführer Leben hier seltene Pelzrobben, Pinguine und verschiedene Seevögel. Jedoch sahen wir nichts davon, da sich das Wetter nun noch mehr verschlechterte und ein Dauernieselregen nicht mehr aufhören wollte. Daher flüchteten wir weiter Richtung Westen. Unser heutiges Ziel war die Wave Rock, eine 15m hohe und 110m lange Welle aus Stein. Die Welle ist in mehreren Farben gestreift, die durch verschiedene Mineralienablagerungen entstanden ist. Natürlich haben wir hier auch die typischen Urlaubsfotos mit Surferpose gemacht.
Der vorletzte Tag brachte uns bereits in den Perther Vorort Freemantle.

27
Nov

Ayers Rock, Kata Tjuta & Kings Canyon

Posted in Travel  by elke on November 27th, 2008

Nachdem wir mit dem Zug “The Ghan” von Darwin in Alice Springs ankamen hatten wir ein paar Tage uns zu entspannen und die Stadt zu erkunden. Danach ging es aber schon auf die nächste Tour. Unsere Reise zum wohl berühmtesten Stein der Welt und Wahrzeichen Australiens, dem Ayers Rock, oder wie er in der Sprache der Ureinwohner heisst und mittlerweile auch offiziell wieder genannt wird “Uluru”.

Unsere Tour ging morgens um 6 Uhr von Alice Springs los und führte uns über den Stuart Highway zum “Uluru-Kata Tjuta Nationalpark”. Die Gruppe war bunt zusammen gemischt aus einem japanischen Rentnerpärchen, einem taiwanesischen, einem englischen und einem amerikanischen Pärchen, sowie einem Niederländer und noch drei anderen Deutschen. Dann hieß es erstmal fast 500km im Bus sitzen und sich gegenseitig kennen lernen.

Nach mehreren Stunden kamen wir endlich an unserem ersten Ziel an, dem Uluru. Er ist ungefähr 3,6 km lang und 350m hoch. Nach einem ausgiebigen Mittagessen machten wir uns auf den Weg den Uluru zu Fuß zu umrunden (oder zumindestens den Halben). Dies erwies sich bei 36C als ziemlich schweißtreibende Angelegenheit. So war es dann auch nicht überraschend, das die Besteigung des Uluru an diesem Tag wegen den Temperaturen nicht erlaubt war. Jedoch hatten wir dies sowieso nicht vor, da es ein Heiliger Ort für die Aborigines ist und es wie es unser Reiseführer so schön beschrieb, der Besteigung des Altars in der Notre-Damm-Kathedrale oder einem Spaziergang durch eine Moschee während des Gebets gleich käme. So schlenderten wir um den riesigen Felsen herum und und machten viele Fotos. Dann hieß es auch schon wieder in den Bus einzuateigen, damit wir noch rechtzeitig vorm Anfang des Sonnenuntergangs am dafür errichteten Aussichtspunkt ankamen. Und schon ging ein herrliches Farbenspiel los, da der Uluru während der untergehenden Sonne ein Farbenspektrum von leuchtendem rot über orange zu braun und schließlich schwarz annimmt. (Adrian hat wie üblich schöne Bilder geschossen)
Danach fuhren wir zu unserem Nachtlager, wo wir in Biwag Säcken unter freiem Himmel schlafen würden. Zunächst aber überraschte uns unser Reiseführer mit einem Känguru Schwanz, den er zusätzlich zu unserem anderen Abendessen zubereitete.
Dann hieß es auch schon schlafen zu gehen, da wir am darauffolgenden Morgen noch vor Sonnenaufgang aufstehen mussten um den Uluru bei Sonnenaufgang betrachten zu können.
Die Aussichtsplattform für den Sonnenaufgang zeigte uns neben einem Uluru in einem herrlichen Farbenschauspiel, auch die Olgas in den verschiedensten Farben. Anschließend gab es ein kurzes Frühstück und dann hieß es auch schon, wieder in den Bus einsteigen und die ungefähr 30km zu den Olgas zu fahren. Die Olgas oder auch “Berg der vielen Köpfe” sind eine beeindruckende Sammlung von runden Monolithen, die höchste Kuppel davon heißt Mt. Olga und ist 546m hoch. Da er für die dortigen Aborigines von höchster Bedeutung ist, dürfen wir auch diese nicht besteigen. Dafür gibt es aber einen wunderbaren Wanderweg mit dem klingenden Namen “Valley of the Winds” (Tal des Windes), dieser schlängelt sich durch schöne Schluchten und belohnt mit Aussichten auf surreale Felsblöcke und eine herrliche naturbelassene Landschaft.
Dann ging es auch schon wieder weiter zum Ayers Rock Resort in dem wir einkaufen konnten. Das Resort ist ein kleines Dorf in einer der ungastlichsten Regionen der Welt und doch fühlt man sich in eine ganz andere Gegend versetzt mit Shopping Center, Souvenierläden und Cafés. Anschließend fuhren wir zu unserem heutigen Nachtlager, welches bereits Richtung Kings Canyon lag, wo es für uns morgen hin gehen sollte.

Das Nachtlager war eine freudige Überraschung. Es lag mitten in der Einöde einer schönen Landschaft und hatte dennoch alles was man baucht. So hatten wir dank eines Brunnens fließendes Wasser und sogar eine Klospülung. Auch beim heutigen Abendessen konnte man wieder einen Känguru Schlanz probieren und die Jungs waren hellauf begeistert den Schwanz zuzubereiten und zu essen. Für uns andere gab es eine bunte Gemüsepfanne. Und schon wieder hieß es sich für die Nacht vorzubereiten um am nächsten morgen wieder früh aufstehen zu können. Man mag denken, das so eine Nacht in der Wildnis im Vergleich zu Städten leiser wäre, jedoch weit gefehlt. So viel Geräusche und vor allem auch unterschiedliche hab ich selten zuvor gehört. Da waren die Vögel am nächsten Morgen als Wecker auch nicht mehr verwunderlich.
Am letzten Tag ging es nun zum Kings Canyon (Watarraka). Der Kings Canyon hat bis zu 100m hohe Steilwände. Wir sind den 6km langen Kings Canyon Rim Walk gelaufen und hatten gleich zu Beginn einen fast 100m steilen Aufstieg, der zum größten Teil aus naturbelassenen Treppen und Felsen bestand. Oben angekommen wurden wir mit einem herrlichen Ausblick belohnt worden. Der Weg führte hier am Rand des Canyons entlang, bis hinein in den “Garten of Eden”. Am Ende der fantastischen Schlucht gab es einen Felsenpool mit prähistorischen Palmenfarmen. Dann ging es auch schon weiter durch einen Irrgarten aus gigantischen Sandsteinkuppeln, wobei man aufpassen musste nicht vom Wind weg geweht zu werden, da die Klippen nicht umzäunt sind. Schon ging es wieder an Abstieg und der Parkplatz kam in Sicht. Dort gab es erstmal eine Stärkung, bevor wir uns auf den Rückweg machen mussten. Die Heimfahrt wurde ziemlich holprig, da es nun hieß befestigte Straßen zu meiden und dafür die unbefestigten Straßen durchs Outback zu nutzen. Diesem Umstand verdankten wir viele holprige Stunden und einmalige Bilder dieser Landschaft. So konnten wir freilebende Kamele, Eidechsen und vieles mehr beobachten.

Zurück in Alice Springs verabredeten wir uns alle in Bo’s Saloon, einer netten Bar wieder zu treffen. Aber erstmal hieß es ausgiebig zu Duschen :)

10
Nov

Kakadu National Park

Posted in Travel  by elke on November 10th, 2008

Der Nationalpark hat eine Größe von rund 200km x 100km und gehört wegen seiner seltenen Pflanzen- und Tierwelt zum Weltnaturerbe und wegen seiner kulturellen Bedeutung auch zum Weltkulturerbe. Er liegt über 150km östlich von Darwin.

Wegen der nahenden Regenzeit, die im Oktober/November anfängt, haben wir uns beeilt um noch davor hierher zu kommen. Da es während der Regenzeit leider unmöglich ist an die berühmten Wasserfälle JimJimFalls, TwinFalls oder in andere Gebiete des herrlichen Parks zu fahren. In dieser Zeit können die Straßen bis zu 3m tief unter Wasser stehen.

Morgens um 6 Uhr holte Genda, unser Tourführer für die nächsten 3 Tage, uns vor unserem Hostel ab und wir konnten die anderen Teilnehmer „beschnuppern“. Die Gruppe bestand aus einem Engländer (Tom), einem Waliser (James), einem Koreaner (Oswald), einer Deutschen (Jana), einer Schweizerin (Gabriella) und uns beiden. Für den Morgen stand als erstes eine Bootstour auf den Adelade River auf dem Programm, dort konnten wir Salzwasserkrokodile aus der nähe bestaunen. Dafür hat Genda die Krokodile mit Fleischhappen an langen Stöcken angelockt und uns dann vorgeführt wie hoch die Tiere springen können. (auf ein paar Bildern von Adrian sieht man die Vorderbeine!). Danach ging es weiter zum Kakadu National Park, im Park selbst war unser erster Stopp der Maguk (Barramundi Gorge). Dort konnten wir uns nach einem anstrengenden „Spaziergang“ in den Wasserbecken der Schlucht erfrischen und gemütlich planschen oder auch von erhöhten Felsen in die tieferen Becken springen. Anschließend gab es das lang ersehnte Mittagessen mit leckeren Sandwiches. Dann hieß es auch schon wieder aufbrechen, da wir noch eine ziemlich lange Strecke vor uns hatten, bevor wir unser erstes Nachtlager erreichten. Für das abendliche Lagerfeuer hielt Gendar irgendwann an der Straße und lies uns auf dem Boden liegendes und trockenes Feuerholz sammeln. Unser Campingplatz konnte sich gut sehen lassen und war sogar mit dem Luxus von richtigen Duschen und Toiletten ausgestattet, was wie wir am nächsten Tag noch erfahren sollten nicht immer der Fall war. Für die erste Nacht genossen wir es aber erstmal den ganzen roten Sand von unserem Körper und aus unseren Haaren heraus waschen zu können (bei den Klamotten war vermutlich schon alles zu Spät). Anschließend gab es leckere Wraps mit echtem Kangoroo Hackfleisch, welches über dem Lagerfeuer zubereitet wurde. Danach zauberte der Besitzer des Campingplatzes noch einen leckeren Schokoladenkuchen für uns, der komplett in der Glut des Lagerfeuers gebacken wurde. Es war eine richtige Ehre, denn wir waren die einzige Gruppe, die dies an diesem Abend bekam. Und dann hieß es auch schon „Gute Nacht“, da wir am nächsten Morgen um 5Uhr aufstehen mussten um noch vor der Sonne und Hitze den Gipfel des TwinFalls Wasserfalls zu besteigen.

Wenn ich an die Besteigung des TwinFalls denke, dann kann ich eigentlich nur noch an Schmerzen, Hitze und losen, rutschigen Untergrund denken. Für diese „Qualen“ wurde man aber auch mit einer umwerfenden Aussicht über das Flußbett des Wasserfalls und Teile des Kakadu National Parks, bis hin zum Arnhem Land belohnt. Nach einem halben Abstieg hieß es dann auch wieder schwimmen gehen im Becken des TwinFalls. In solchen Augenblicken kann man sich einfach nichts schöneres vorstellen, als seine Klamotten und Wanderschuhe auszuziehen und ins erfrischende und vor allem kühle Nass zu springen und den Kopf unterzutauchen. Vor dem endgültigen Abstieg hieß es dann auch wieder eine kleine Stärkung zu sich zu nehmen und immer genug zu trinken. Adrian und ich haben es geschafft allein während Auf- und Abstieg unsere zwei 1.5l Flaschen + seine 2l Wasserblase zu leeren, womit wir uns zu den glücklichen zählen konnten, da die anderen nur ihre 1.5l Flaschen dabei hatten. Für den Nachmittag hatte sich Gendar eine weitere „Gemeinheit“ für uns ausgesucht, der Weg zu den JimJimFalls bestand streckenweise nur aus bis zu mannshohen Felsen, die überwunden werden mussten. Aber auch das war gut machbar und so konnten wir an diesem Nachmittag auch noch im Becken des JimJimFalls baden und die hohen Felswände bestaunen, über die in der Regenzeit das Wasser schießt. Ein-zwei Stunden später hieß es dann leider auch schon wieder dass wir aufbrechen mussten, da wir unser heutiges Nachtlager noch vor Sonnenuntergang erreichen sollten. Dazu muss ich kurz anmerken, dass die Dämmerung zu der Jahreszeit schon um 17Uhr einsetzt. So hieß es also wieder den ganzen Weg durch das ausgetrocknete Flussbett / über die Steine zurück zum Parkplatz und eine weitere herrliche Stunde fahrt auf den Straßen (was ich in Deutschland als bessere Feldwege bezeichnen würde).
Im neuen Nachtlager angekommen stellten wir erstmal wieder unsere Zelte auf und stellten dann fest, dass die ganzen Sanitären Anlagen aus einem Plumsklo bestanden, tja, ein ganz schöner Unterschied zum Tag davor, aber auch machbar. Heute Abend zauberte Gendar uns gekochtes Huhn über dem Feuer, sowie viel Gemüse und selbst gemachten Kartoffelbrei. Was wir nach diesem langen Tag nur so verschlangen :)

Der letzte Tag begann etwas später und verschonte uns von weiteren sportlichen Höchstleistungen. Was aber auch ganz gut war, da einige von uns höllischen Muskelkater hatten und nicht noch so einen Tag wie gestern geschafft hätten. Heute stand Kultur auf dem Programm. Endlich sollten wir etwas mehr von den Aboriginis und deren Leben mitbekomen. Dafür fuhren wir zum Nourlangie Rock, wo wir von Gendar die Höhlenzeichnungen erklärt bekamen, die er als Kind von seinen Grosseltern gezeigt und zusammen mit den Geschichten und Regeln erzählt bekommen hatte. Was die Tour nur noch wertvoller für uns gemacht hat, da wir dies niemals ohne einen so guten Führer erfahren hätten. Auch stellten wir dabei überrascht fest, dass die Touristentafeln vor den Bildern zum einen die Bilder nicht richtig darstellte und zum anderen gar nicht beschrieb was damit dargestellt werden sollte. So aber haben wir einen kleinen aber interessanten Einblick in das Miteinander der Aboriginis bekommen.
Nach dem Mittagessen hieß es dann auch schon, dass wir aufbrechnen mussten um gegen 18Uhr wieder in Darwin zu sein.

Zurück in Darwin wollten wir uns noch gar nicht so ganz von der Gruppe trennen und so verabredeten wir uns für den Abend in einer netten Kneipe, die Gendar und empfahl.
Davor hing es aber erst mal für eine Ewigkeit unter die Dusche :)

(http://www.kakadu4wdsafaris.com.au)

2
Nov

Darwin

Posted in Travel  by elke on November 2nd, 2008

Nach unserer “kleinen” 33 stündigen Spritztour durchs halbeOutback (mit Aufenthalt in Mount Isa und Katherine) sind wir nun in Darwin angekommen. Dawin ist eine recht moderneStadt, was unter anderem daher kommt, dass sie in den70ern von einem Wirbelsturm komplett verwüstet und danach neu aufgebaut werden musste.

Die erste Nacht verbrachten wir im Geckos Hostel. Eigentlich ein ganz nettes Hostel, wenn es nicht nur drei Toiletten für über dreißig Leute gehabt hätte, wovon eine sogar „Out of order“ (außer Betrieb) war. Daher sind wir am nächsten Tag in ein anderes Hostel gezogen, welches praktischer weise auch näher im Stadtzentrum lag. Dort machten wir dafür die Erfahrung, was andere Leute mit der Klimaanlage anstellen können, wenn es ihnen draußen zu warm ist, sie stellen sie auf 18°C und können dabei noch nur mit einem Bettlaken zugedeckt schlafen *brrr* Adrian und ich konnten es jeden falls nur eng umschlungen und haben am nächsten Tag die Anlage auch wieder höher gedreht, da es nicht zum aushalten war.
Tagsüber machten wir die Stadt unsicher und Adrian begab sich auf die Suche nach einem neuen Musikinstrument, einem Didgeridoo. Seit wir nämlich von der Ostküste weg sind ist er auf der Suche nach einem und hat schon die verschiedensten ausprobiert und die Klänge getestet. Es ist nämlich so, dass es der Grundton, der aus dem Didgeridoo herauskommt von der Länge und Größe der Innendurchmesser des Didgeridoos abhängig ist. Ich bin gespannt, wann er sich eins kaufen wird und wie lange ich sein üben aushalte :-)

14
Okt

Bilder Update

Posted in Travel  by adrian on Oktober 14th, 2008

Sind gestern aus dem Kakadu National Park zurueck gekommen und laden gerade Bilder hoch.
Neuer Bericht kommt in den naechsten Tagen wenn wir mit der Ghan in Alice Springs angekommen sind.

Gruss Adrian & Elke

10
Okt

Mount Isa

Posted in Travel  by elke on Oktober 10th, 2008

Mount Isa ist eine Minenstadt mitten im Outback.
Als wir nach einer 12 stuendigen Fahrt von Townsville gegen sieben Uhr abends endlich ankamen hatte es noch um die 29°C und kein Lueftchen war zu spueren.
Am naechsten morgen erkundeten wir etwas die Stadt, doch viel war nicht zu sehen. Das Museeum fuers Untergrundkrankenhaus stellte sich leider als ziemliche Enttaeuschung heraus, ebenso frustrierend war es, dass die “School of Air” waehrend den Schulferien geschlossen ist und auch keine Besichtigungen anbietet. Daher haben wir uns nach zwei Tagen entschieden, dass wir weiter ziehen und uns lieber noch den Kakadu National Park vor der Regenzeit anschauen.

6
Okt

Cairns

Posted in Travel  by elke on Oktober 6th, 2008

Cairns ist die die noerdlichste Stadt an der Ostkueste, die noch mit oeffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Wenn man weiter in Norden moechte geht es nur noch mit einem Gelaendewagen oder gefuehrten Touren. Daher haben wir uns dagegen entschieden und erkunden das tropische Klima erst spaeter in Darwin.

Cairns ist hauptsaechlich fuer zwei Sachen bekannt, fuer viele Partys und fuers Tauchen am Great Barrier Reef.. Wir haben uns fuer zweiteres entschieden und einen 5-taegigen Tauchkurs gemacht, wovon 3 Tage am Great Barrier Reef getaucht wurden. Die ersten versuche mit der Taucherausruestung war noch ungewohnt. Besonders die 20kg schwere Flasche auf dem Ruecken zu haben (die lang nicht so bequem wie unsere Rucksaecke war). Da haben wir uns dann immer schon gefreut moeglichst schnell ins Wasser zu kommen, damit das Gewicht von unseren Schultern weg kam. Die meisten Tauchuebungen waren ganz okay, aber als es daran ging die Tauchermaske abnehmen zu muessen fand ich es grauenvoll! Adrian hat es ziemlich locker hin bekommen und die Tauchermaske auch wieder aufgesetzt und das Wasser ausgeblasen, bevor ich mich nur ueberwinden konnte sie abzunehmen (ist aber auch eklig das Salzwasser in die Augen zu bekommen).
Nach zwei Tagen im Pool ueben waren wir gespannt, wie es wohl werden wuerde endlich im Meer tauchen zu gehen. So ging es dann am dritten Tag morgens um sechs los aufs Boot und 1,5 Std herrliche Fahrt bei 25 Knoten Seegang. Zum Glueck haben wir die Empfehlung der Crew befolgt und uns Tabletten gegen Seekrankheit gekauft und auch vor beginn der Fahrt eingenommen. Die die es naemlich nicht fuer noetig erachteten konnte man spaeter beim “Fische fuettern” zuschauen.
Gegen elf Uhr hatten wir auch schon unseren ersten Tauchgang. Es war eine richtige Wohltat unter die Wellen tauchen zu duerfen und das ruhige Wasser darunter zu geniessen. Leider war durch die aufgewuehlte See und den sporadischen Regen die Sicht ziemlich eingeschraenkt und wir sahen statt den sonst ueblichen 25-30m nur 10-15m weit. Nach drei Tauchgaengen am ersten Tag sind wir abends nur noch in unsere Kojen gefallen. Die naechsten Tage waren nicht weniger anstrengend und anspruchsvoll. Vonn den anfaenglichen 6m Maximaltiefe ging es am Schluss bis auf 18m runter. Bei einem der Tauchgaenge hatte Adrian unsere ausgeliehene Unterwasserkamera dabei und ein paar schoene Bilder gemacht. Anhand denen kann man sehr gut sehen, wie sich die Farben unter wasser veraendern bzw. ganz verschwinden. So war es schon ein paar Meter unter der Oberflaeche nicht mehr moeglich Rottoene zu erkennen.
Nach 5 Tagen Tauchkurs sind wir nun stolze “Open Water Diver” und koennen an vielen Orten auf der Welt tauchen gehen und uns Ausruestung ausleihen.

6
Okt

Agnes Water / Town of 1770

Posted in Travel  by elke on Oktober 6th, 2008

Ein bisschen Kultur gehoert bei dieser Reise auch dazu. Daher haben wir uns auf gemacht in die verschlafene Doppelstadt Agnes Water / Town of 1770 mit ihren etwas mehr als 1000 Einwohnern.
Die Stadt wurde nach der Jahreszahl benannt, an der  James Cook das erste mal australischen Boden betrat. Ueber die Stadt selbst kann schon fast nicht mehr erzaehlt werden, ueber das Hostel in dem wir waren dafuer um so mehr :)

Das Hostel mit dem klingenden Namen “Southern Cross” (Kreuz des Suedens) lag rund einen Kilometer ausserhalb der Stadt und absolut ruhig und idylisch in einem tropischen Garten mit einer schoenen Pflanzenwelt gelegen. Das Hostel selbst bestand aus 8 Holzhuetten und einem groesseren, offenen Wellblechhaus, die zusammen einen schoenen Halbkreis um den Pool bildeten. Die Holzhuetten hatten jeweils 2-4 Betten und ein eigenes Bad. Im Wellblechhaus waren die Kueche und der Aufenthalts-/ Unterhaltungsbereich mit Sofas, Pooltisch, Tischtennisplatte und TV untergebracht. Aus den anfangs zwei geplanten Naechten wurden ganz schnell vier und auch die haetten wir noch gerne verlaengert.

Wir haben herrliche Bilder davon gemacht, da es fuer uns einem kleinen Paradies gleich kam.

13
Sep

Townsville und Magnetic Island

Posted in Travel  by adrian on September 13th, 2008

Wir sitzen gerade in Townsville der 2 groessten Stadt (150000) von Queensland. Wir sind vor 2 Tagen hier angekommen nach unserem 3-taegigen Segeltoern rund um die Whitsunday Islands. Gestern waren wir hier am Felsenpool ein Kunstliches Salzwasser Schwimmbad umgeben von Wiesesn und Sandstraenden. Danach gabs einen “kleinen” Spaziergang hoch auf den Castle Hill welcher knapp 300m hoch ist, was sich nicht hoch anhoert was es aber ist wenn man auf meeres hoehe ist. Heute gehts weiter nach Magnetic Island die so benannt wurde weil es hier zu Stoerungen von James Cook’s Kompasses kam. Die Insel ist eigentlich wie fast alles in Australien ein Nationalpark, ist aber trotzdem bewohnt. Wir melden uns mit unseren Berichten von den Wihtsunday Islands und Magnetic Island bald wieder. Achso die Bilder von Bundaberg und Agnes Water/ Town of 1770 sind jetzt auch in Alben, richtig beschriftet und verlinkt.

Gruss Adrian & Elke

7
Sep

Bundaberg

Posted in Travel  by elke on September 7th, 2008

Nach Fraser Island hatten wir uns nun schon darauf gefreut nach Bundaberg zu kommen um die Destilliere des wohl besten australischen Rums zu besichtigen.
Jedoch fing das Abenteuer bereits auf der Hinreise mit dem Greyhound Bus an. Planmäßig sollten wir eigentlich um halb fünf in Bundaberg ankommen, jedoch verlief die Busreise anders als geplant.
Ungefähr nach einer halben, dreiviertel Stunde begann etwas vorne beim Busfahrer  laut zu pipsen und der Fahrer suchte die nächste Haltemöglichkeit auf (qualvolle 3 Minuten später). Dort stellte er dann fest, dass die Kühlflüssigkeit fasst weg war und wir neues Wasser nachfüllen mussten. Was bei einem Bus jedoch nicht ganz einfach ist, da sich der Einfüllstutzen auf gut 2m Höhe befindet und sich weder am Bus eine Vorrichtung, noch im Bus eine Leiter befand. So suchten wir uns den nächsten höher gelegenen Punkt raus (einen Baum) und der Busfahrer manövrierte den Bus nach einigem hin und her gekonnt so an den nächsten Baum, dass Adrian geschickt auf den Baum klettern und die von Verena und mir gefüllten Wasserflaschen einfüllen konnte. Da das den restlichen Umstehenden nicht schnell genug ging kamen weitere zum helfen und wuchteten den ganzen Kanister an denn Einfüllstutzen zum nachfüllen. So ging es nach einer gefühlten halben Stunde weiter mit der Reise.
Aber nur für ungefähr 10-15 Minuten, dann ging das gepipse wieder los und es war klar, dass  nun ein Mechaniker oder gar Ersatzbus her musste. Nach über 2 Stunden kam dann endlich der angeforderte Mechaniker aus der „nächstgelegenen“ Stadt und ersetzte uns den porösen Kühlwasserschlauch durch einen Gartenschlauch! (wenigstens hat es damit funktioniert). Mit nunmehr knappen 4 Stunden Verspätung ging es weiter nach Bundaberg. Natürlich war es nun viel zu knapp sich noch ein Hostel auszusuchen, wir mussten sogar Glück haben um 7 Uhr abends noch ein offenes zu finden und wir hatten Glück. Direkt gegenüber des Busterminals lag ein Hostel und die Besitzerin war gerade erst auf dem Heimweg, so dass wir sie noch überreden konnten uns ein zu lassen. Im Nachhinein gesehen hatten Adrian und ich eine ganz dumme Idee, wir nahmen nämlich gleich 2 Nächte, anstatt wie unsere anderen Mitreisenen (Verena & Fabian) nur eine Nacht. Dazu muss gesagt werden, das das Hostel ein Arbeiterhostel für Fruitpicker (Erntehelfer) ist zumindest die Bewohner in dem Hostel anscheinend mit Null Komfort und grenzwertigen hygienischen Verhältnissen zufrieden waren. Die Bäder waren „unter aller Sau“, ebenso wie die Küche, Fußböden und eigentlich alles andere auch. Unser Zimmer war vielleicht 10m2 groß, hatte kein Fenster, der Teppichboden bestand aus mehr Flecken als ursprünglicher Farbe und zu allem Übel war in dieser Muffhölle auch noch die Klimaanlage kaputt!
So war es dann auch nur zu verständlich, dass wir uns außer zum Schlafen absolut nicht in dem Hostel aufgehalten haben und selbst für die hygienischen Angelegenheiten gingen wir lieber in McDonalds oder sonst wo hin.

Am nächsten Morgen haben wir uns auf den Weg zur Bundaberg Rum Destillerie gemacht, der Grund weswegen wir überhaupt in diesen Ort gefahren sind. Die Führung war richtig schön und beeindruckend zugleich. Am Anfang hieß es gleich mal, dass wir alle Taschen und elektronischen Geräte einzuschließen hätten und dann ging es auch schon durch den hohen Elektrozaun. Unsere erste Station war das Melassehaus. Melasse ist ein Produkt aus Zuckerrüben, die einen nicht unbedeutenden Anteil des Alkohols im späteren Gärprozess erzeugt. Wir durften sie dann auch proberen „bähh“ der Geschmack ist einfach zu gewöhnungsbedürftig, als dass es gut schmecken könnte. Danach kamen die weiteren Gär- und Reifeprozesse und am Ende durften wir die 6 Millionen Dollar teuren (vollen) Holzfässer sehen und nun war auch klar, warum absolut kein elekt. Gerät auf das Gelände durfte, da wie uns gesagt wurde, bereits ein geringer Funkenflug die Flüssigkeiten zum brennen bringen könnte. Zum Schluss kam natürlich noch der schönste Teil, wir durften den Rum und ihre anderen Produkte probieren  :-)